Beschreibung
Zum Vorbild:
Die Waggonfabrik in Raststatt bekam den Auftrag zur Lieferung eines vierachsigen Akkutriebwagens. Die elektrische Ausrüstung lieferte SSW. Es wurden drei Nebenschlussmotore verbaut, um die Bremsenergie den Akkumulatoren zuzuführen.
Die Drehgestelle wurden in preußischer Regelbauart als Nietkonstruktion mit gepressten Stahlseitenwagen, Blattfederwiege, kombinierten Blatt- und Schraubenfedern für die in Gleitlagern laufenden Radsätze ausgeführt. Das Untergestell bestand aus einem genieteten Profileisenrahmen mit Stangenpuffern, verstärkt durch ein Sprengwerk, dessen Streben in der Nähe der Drehgestelldrehzapfen am Längsträger endeten.
Der Wagenkasten war in der üblichen Holzrahmenkonstruktion mit Blechbeplankung ausgeführt. An jedem Ende befand sich ein Führerstand mit separaten Außentüren. An einem Ende befand sich das II. Klasse Abteil mit 8 Sitzplätzen, am anderen Ende das IV. Klasse Abteil mit 12 Sitz- und 6 Stehplätzen und dazwischen das III. Klasse Abteil mit 20 Sitzplätzen. Zwischen den Abteilen befanden sich die offenen Zustiege, die über zwei Stufen erreichbar und mit Ketten gesichert waren.
Die im Wagenkasten untergebrachte AFA-Bleibatterie bestand aus 176 Zellen und lieferte 368 Ah bei zweistündiger Entladung, was dem Triebwagen zu einem Aktionsradius vom maximal 100 km verhalf.
Im November 1907 stellte die KPEV den AT mit der Betriebsnummer 50 bei der KED Saarbrücken in Dienst, die ihn auf der Strecke Conz – Trier West – Ehrang einsetzte. Er erreichte, aufgrund der unterschiedlichen Belastung der Fahrmotore, deutliche schlechtere Betriebsergebnisse als die A1A Versuchstriebwagen. Daraufhin baute man 1908 einen weiteren Fahrmotor ein, mit dem die Anfahrbeschleunigung verbessert werden konnte. Jedoch blieb er hinter den Erwartungen zurück. Durch den Umbau ergab sich eine Radsatzfolge von Bo´Bo´ und die Dienstmasse erhöhte sich von 55 auf 58,63 t.
1909 erhielt die KED Frankfurt/Main den AT und stationierte ihn in Limburg a. d. Lahn. Das nun als 221 FRANKFURT bezeichnete Fahrzeug wurde auf der steigungsreichen Strecke zwischen Limburg und Camberg eingesetzt. Auch hier waren die Ergebnisse des Betriebes nicht berauschend, aufgrund der komplizierten elektrischen Ausrüstung zur Energierückgewinnung, die kaum einen Nutzen brachte. Bereits 1917 wurde der Triebwagen ausgemustert und anschließend zu einem Personenwagen umgebaut. Die ursprüngliche Idee 3 weitere Triebwagen zu bauen, wurde, aufgrund des fehlenden Erfolges, verworfen.
Diese und weitere Informationen finden sich im Eisenbahn Journal Band No. 9, Preußen-Report 1/96
Zu unserem Modell:
Das Modell wird in reiner Handarbeit aus Neusilberätzteilen zusammengelötet. Besonders aufwändig ist die Herstellung des voll ausgestatteten Innenraumes sowie die mehrfarbige Lackierung. Neben einem Glockenankermotor und Next 18 Schnittstelle, verfügt das Modell über eine fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung.
Die Modelle wurden 2025 produziert. Es sind nur noch weniger Modelle am Lager.
Hersteller des Modells ist stromlinie.eu.
Zusätzliche Informationen
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